Über den Verband

Der Klub der Bor(c)ks

Irgendwo in Deutschland - mal im Norden, mal im Süden, im Osten oder im Westen - kommen sie einmal im Jahr zusammen, die Bor(c)ks mit und ohne "c", denen der Familienverband am Herzen liegt. Der Spaß beginnt schon beim Buchen der Hotelzimmer einige Wochen vor dem Treffen: "Ich brauche ein Doppelzimmer." - "Auf welchen Namen, bitte?" - "Auf den Namen Borck." - "Äh, ja, da habe ich hier schon eine Reservierung..." - "Macht nichts, notieren Sie meine bitte trotzdem. Und schreiben Sie den Vornamen dazu!"

Es gibt manchmal die wildesten Verwirrungen und Verwechslungen, wenn plötzlich 30 bis 40 Personen namens Bor(c)k in einen kleinen Ort einfallen und sich auf zwei oder drei Gasthäuser verteilen. Wenn bei den alljährlichen Familientreffen schließlich wirklich alle für das Wochenende ein Dach über dem Kopf haben, ist das Hauptproblem meist schon gelöst. Es sei denn, der Wirt ruft abends plötzlich in die gemütliche Runde: "Ein Herr Bork wird am Telefon verlangt!"

Spaß gibt's also reichlich bei den Familientreffen. Schließlich sagt man uns Bor(c)ks ja nach, dass wir nicht nur die großen Ohren, sondern auch den trockenen Humor gemeinsam haben. Und irgendwie müssen wir wohl auch noch eine andere Eigenschaft haben: Wer zum ersten Mal an einem Familientreffen teilnimmt, sagt hinterher immer, er habe sich gleich irgendwie wie in einer großen Familie gefühlt. Tja, komisch ist das...

Doch es sind nicht nur diese Treffen, die eine Mitgliedschaft in unserem Familienverband so lohnenswert machen. Wie in jedem "Klub" bilden sich natürlich auch viele intensive Freundschaften, die das ganze Jahr hindurch gepflegt werden. Und dann ist da ja auch noch ein gemeinsames Interesse, das bei den einen mehr, bei den anderen weniger im Vordergrund steht: die Suche nach den - vielleicht gemeinsamen? - Wurzeln der Familie.

 

Das Wappen der Bor(c)ks

Im Mitteilungsheft Nr. 13, erschienen im Januar 1931, taucht das Thema zum ersten Mal auf: Vier Jahre nach seiner Gründung trägt sich der Familienverband mit der Idee, ein eigenes Wappen zu entwerfen. Bruno Borck übernimmt die Federführung bei der Aktion. Nach heftiger Debatte - heute nennt man so etwas wohl "Brainstorming" - beim 5. Familientag am 4. Oktober 1931 in Berlin wird im Mitteilungsheft Nr. 18 (April 1932) eine erste konkrete Planung veröffentlicht.

Bruno Borck schreibt: "Auf einem Hauptschild sollen vier Wappen durch 'Einfassung', wie der Fachausdruck heißt, vereinigt werden. Es sind dies die Wappenbilder der Häuser Esch, Wollin, Saatzig und Rostock. Dazu kommt noch der Wolfskopf. Der Hauptschild ist also geviertelt oder quadriert. Im Schnittpunkt dieser Spalt- und Schnittlinien ist der Mittelschild; dieser trägt den Wolfskopf. Um diesen Mittelschild herum sind nun nicht die ganzen vollständigen Wappen der Häuser zu sehen, sondern nur charakteristische Teile vom Schild oder Helm. Links oben etwa Eberkopf und Tanne (Haus Esch), rechts oben der springende Hirsch aus dem Helmschmuck des Wappens Haus Wollin, unten rechts die gekreuzten Schlüssel (Haus Saatzig) und unten links das Herz mit den drei Blüten (Haus Rostock)." Nur diese vier der damals im Verband geführten 15 Häuser besaßen eigene Wappen.

In der Nacht vor dem 6. Familientag am 2. Oktober 1932 dürfte Bruno Borck kaum Schlaf gefunden haben. Er war nämlich schon einen Tag eher angereist, um mit einem Experten des "Deutschen Herold", der die Wappenrolle führt, über seinen Entwurf zu sprechen. "Manches war heraldisch nicht ganz einwandfrei", berichtet Bruno Borck später. "So fehlte dem Wappen der Helmschmuck, auch die Anordnung der Schilde musste fallen, da diese fast nur bei Länderwappen vorkommt." Also verbringt er die Nacht vor dem Familientag damit, zwei neue Entwürfe zu zeichnen, legt sie am Sonntag den Familienmitgliedern vor und reicht sie dann dem "Deutschen Herold" ein.

Diesmal ist nichts mehr zu bemängeln, und im Mai 1933 ist das Ziel erreicht - die Eintragungsurkunde liegt vor. Sie lautet: "Der Herold, Verein für Wappen-, Siegel- und Geschlechterurkunde zu Berlin, gegründet 2. November 1869, juristische Person durch Allerhöchste Kabinettsordre, gegeben Schloß Babelsberg, 14. August 1882, beurkundet hierdurch Herrn Bruno Borck in Züllichau (Mark), daß das hierunter beschriebene Wappen des aus Esch, Wollin, Rostock und Saatzig stammenden Geschlechtsverbandes Borck in die Wappenrolle des Herold unter 1682/33 eingetragen worden ist. Berlin, den 16. Mai 1933."

Die Beschreibung des Wappens lautet: "Der Schild ist geteilt und oben gespalten. Rechts oben in Blau und ins Andreaskreuz gelegte silberne Schlüssel mit den Bärten nach außen. Links in Gold ein rotes Herz, aus dem drei gestielte und beblätterte rote Rosen sprießen. Unten in Silber ein natürliches Hirschgeweih mit Schädel, auf dem eine natürliche Tanne steht. Aus dem Helm mit schwarzgoldenen Decken wächst ein schwarzer Wolfskopf." Dazu muss man wissen, dass ein Schild stets aus Sicht des dahinter stehenden Kriegers beschrieben wird - rechts und links sind gegenüber der Ansicht von vorn vertauscht.

 

Die bestehenden Wappen der Häuser Esch, Wollin, Rostock und Saatzig sind also gemäß dem ersten Entwurf in das Wappen eingeflossen.  Die gekreuzten Schlüssel stehen für Saatzig, Herz und Rosen für Rostock. Im unteren Teil wurden die Tanne (Haus Esch) und der Hirsch (Haus Wollin) vereint.

 

Der Schatz der Bor(c)ks

Wer etwas über unseren Namen, seine bekanntesten Träger und seine Verbreitung  herausfinden möchte, findet im Familienverband eine schier unerschöpfliche Informationsquelle. Seit der Gründung im Jahre 1927 ist alles gesammelt worden, was in irgendeiner Form für die Nachwelt interessant sein könnte: Lebensläufe, Urkunden, Stammbäume und natürlich Veröffentlichungen aller Art.

Einziges Problem dabei: Die Erfindung der Computer kam ein bisschen spät. So liegen also noch große Teile dieses Familienschatzes relativ unsortiert in großen Kartons und warten darauf, irgendwann einmal gehoben zu werden. Immerhin ist aber schon ein Anfang gemacht: Die Daten von mehr als 3000 Personen, die in den vergangenen 300 Jahren gelebt haben, sind im Computer erfasst und zu Stammbäumen zusammengefügt.

Mitglieder des Verbandes können natürlich alle Möglichkeiten des Archivs nutzen und bekommen bei ihren Forschungen jede erdenkliche Hilfe. Auch andere Interessierte unterstützen wir gerne, wenn sie uns sozusagen im Tausch ihr den Namen betreffendes Forschungsmaterial für das Archiv zur Verfügung stellen. Aber dann könnten Sie doch eigentlich auch gleich Mitglied werden, um nicht nur stets über neueste Erkenntnisse auf dem Laufenden zu sein, sondern auch noch eine Menge Spaß zu haben, oder?

 

So können Sie Mitglied werden 

Keine Angst, hier muss niemand online die Katze im Sack kaufen. Wir würden uns schon freuen, wenn Sie einfach das Formular am Ende dieser Seite ausfüllen oder in einer kurzen E-Mail an Schriftführer Peter Bork Ihr mögliches Interesse an einer Mitgliedschaft bekunden. Sie erhalten dann kostenlos und unverbindlich die beiden neuesten Mitteilungshefte und einen Aufnahmeantrag.

Der Vereinsbeitrag liegt seit 2002 unverändert bei 20,- Euro pro Jahr. Ehepartner eines Mitglieds können dem Verband kostenlos beitreten. Für unsere Mitglieder aus nicht-europäischen Ländern wurde der Beitrag auf 30,- US-Dollar festgesetzt.

Ach ja, noch etwas ist ganz wichtig: Sie müssen nicht unbedingt Borck oder Bork heißen. Willkommen ist jeder, der dem Namen familiär verbunden ist. Auch wenn Sie Meyer heißen, Ihre Oma aber eine geborene Bor(c)k war, sind Sie bei uns genau richtig. Wir freuen uns auf Sie! 

 

Mitgliedschaft